Einkauf von unterwegs: Mobile Shopping-Anhängerschaft wächst
Vor 20 Jahren waren Handybesitzer Exoten. Muss man denn wirklich immer und überall ein Telefon dabei haben? Heute gehört es zum guten Ton, mobil erreichbar zu sein. Und dabei ist das nur eine Funktion der mobilen Endgeräte, denn schon längst wird damit auch ‚gegoogelt’, gespielt und vor allem – ‚geshopped’. Julian Regenthal-Patzak:
Schon jetzt besitzt jeder zehnte Deutsche ein sogenanntes Smartphone. Eine Handygeneration die mit ihren großen Displays und den mitgelieferten Programmen vor allem auf die mobile Nutzung des Internets ausgelegt ist. Und rund 2 Millionen Nutzer tun das laut einer Studie bereits jetzt schon regelmäßig. Mit Folgen, auch auf das Einkaufsverhalten der Deutschen. Daphne Rauch vom Onlinemarktplatz ebay:
„Allein der Umsatz über mobile Geräte in Deutschland betrug im Jahr 2009 rund 50 Millionen Euro. Und das macht sich natürlich auch bei uns auf dem Marktplatz bemerkbar. Alle 30 Sekunden wird hier schon ein kauf über das iPhone getätigt. Und die entsprechende Applikation dazu, also die App, die ist weltweit schon mehr als 10 Millionen mal heruntergeladen worden.“
Allein für das Jahr 2010 rechnen Händler weltweit mit einem Umsatzpotential von 1,5 Milliarden Dollar über iPhone & Co. Es sind beeindruckende Zahlen, die schwarz auf weiß wiedergeben wohin der Trend in den nächsten Jahren gehen wird. Neue mobile Geräteklassen wie das iPad verstärken das nur noch. Kleidung, Schuhe, Technik, Gartenzubehör – es spielt keine Rolle mehr, ob man gerade auf Rügen im Strandkorb sitzt oder in den Alpen eine Bergtour macht. So wie das Handy die Kommunikation revolutioniert hat krempelt die Nutzung mobiler Endgeräte auch die Kaufgewohnheiten um. Noch einmal Daphne Rauch von eBay:
„Die Zahlen sind ja jetzt schon ziemlich beeindruckend, aber das ist wohl erst der Anfang eines Trends. Denn wir sehen uns da auch in einer Vorreiterrolle was den mobile commerce angeht. Mit den verschiedenen Applikationen, die wir jetzt schon zum Kaufen aber auch zum Verkaufen auf mobilen Geräten anbieten sind wir schon auf einem sehr guten Weg.“
Die bestellte Ware freilich kommt natürlich dann noch auf dem klassischen Weg zum Kunden. Aber vielleicht findet sich auch hier in den nächsten Jahren schon bald eine Lösung.

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