Mittags-waschen,-abends-sparen 02.01.2026 - 10:12 UHR - Wohn & Bau - Interview
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Mittags waschen, abends sparen

Wie neue Stromtarife unser Verhalten drehen

VORSCHLAG ZUR ANMODERATION:

Viele Verbraucher rechnen beim Strom noch immer ganz klassisch: fester Preis, keine Wahl, keine Flexibilität. Was viele nicht wissen: Es gibt längst flexible Stromtarife, bei denen sich der Verbrauch gezielt verschieben lässt – und genau das kann Geld sparen und das Stromnetz entlasten. Möglich wird das durch Digitalisierung, Smart Meter und neue Tarifmodelle. Eine aktuelle Umfrage zeigt: Das Interesse daran wächst deutlich, viele Menschen fassen sogar konkrete Vorsätze für das kommende Jahr. Darüber sprechen wir jetzt mit Arne Schleef von E.ON. Hallo! Antwort (Arne Schleef): Hallo, ich grüße Sie. Frage: Viele wissen gar nicht, dass es flexible Stromtarife gibt. Was steckt dahinter – ganz grundsätzlich? Antwort (Arne Schleef): Ja ganz klassisch ist der Fixpreistarif, den kennen wir auch alle noch und haben wir auch zu großen Teilen noch, da hat man einen fixen Preis pro Kilowattstunde, der sich auch nicht ändert. Inzwischen gibt's aber auch flexiblere Tarifmodelle. Ein Beispiel sind da dynamische Stromtarife, wo sich der Preis innerhalb eines Tages auch kurzfristig ändert, nämlich anhand des Börsenstrompreises. Und es gibt aber auch, ja, eine Mischung aus beidem sozusagen, Flexibelstromtarife, die einen fixen Kilowattstundenpreis haben, bei denen man aber finanzielle Boni bekommt, wenn man zum Beispiel das E-Auto oder eine Wärmepumpe in bestimmten Zeiten mit viel Ökostrom nutzen oder laden lässt. Das Ganze ist möglich durch mehr Digitalisierung in der Energiewelt und das Ziel ist, den Strom intelligenter zu nutzen, also vor allem da, wenn viel Ökostrom im Netz ist, um da auch das Potenzial der Erneuerbaren vollständig auszuschöpfen. Frage: Die Umfrage zeigt einen klaren Trend. Wie groß ist das Interesse inzwischen? Antwort (Arne Schleef): Flexibilität ist inzwischen im Energiebereich ein sehr, sehr zentrales Thema und auch in den Köpfen der Menschen kommt das immer stärker an. Also rund 40 Prozent halten Flexibilität, also eben das Verschieben von Stromverbräuchen in Zeiten mit viel Ökostrom, künftig für wichtig und auch was die Planungen angeht, tut sich da im Moment was. Fast ein Viertel plant nämlich, den eigenen Verbrauch künftig flexibler zu gestalten. Im Jahr 2025 war das Thema auch insgesamt in der öffentlichen Diskussion schon deutlich präsenter, es gibt also so eine wachsende Sensibilität auch für das ganze Thema. Frage: Wenn Menschen ihren Verbrauch verschieben wollen: Welche Geräte spielen dabei im Alltag die größte Rolle? Antwort (Arne Schleef): Ja, Flexibilität beginnt natürlich auch schon im Kleineren und im eigenen Haushalt. Zum Beispiel sind Waschmaschinen und Geschirrspüler häufig genannt in der Umfrage, wenn es darum geht, Stromverbräuche zu verschieben und das meint natürlich außerhalb der klassischen Spitzen, zum Beispiel abends, wenn alle ihre Geräte anstellen, sondern eben außerhalb dieser großen Stromnachfrage und zum Beispiel mittags, wenn ja viel Sonne scheint und viel Solarstrom produziert wird. Zunehmend relevant und auch in der Umfrage häufig genannt sind natürlich auch größere Verbraucher wie Batteriespeicher, E-Auto und Wärmepumpe. Da lohnt sich's einfach richtig, diese ja auch dem Angebot von Ökostrom anzupassen. Und das ganze Thema Automatisierung ist natürlich auch wichtig und nimmt auch Hemmschwellen, das ist inzwischen natürlich an vielen Stellen möglich. Vielen Dank Ihnen, tschüss.

Antwort (Arne Schleef): Hallo, ich grüße Sie.Frage: Viele wissen gar nicht, dass es flexible Stromtarife gibt. Was steckt dahinter – ganz grundsätzlich?Antwort (Arne Schleef): Ja ganz klassisch ist der Fixpreistarif, den kennen wir auch alle noch und haben wir auch zu großen Teilen noch, da hat man einen fixen Preis pro Kilowattstunde, der sich auch nicht ändert. Inzwischen gi...

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